Thomas Brosi
6. Januar 2026
Thomas Brosi
6. Januar 2026
Wenn wir vergleichen, wie und mit welchen Segelflugzeugen vor 75 Jahren geflogen wurde und was für eine Entwicklung unser Sport in dieser Zeit gemacht hat, lässt das einen doch ein wenig sprachlos und erstaunt zurück. Und so wie sich das Segelfliegen weiterentwickelt hat und immer neue Formen findet, so hat sich auch die LGH in dieser Zeit gewandelt.
Wir haben dieses Jahr durch die Beiträge dieser Chronik über die letzten 25 Jahre viel erfahren über diese Entwicklungen. Mein Dank geht hier besonders an Werner Kramer für seinen Einsatz als wandelndes Archiv über die Geschichte der LGH in den ersten 50 Jahren und an Ramona Riesterer für ihren Einsatz bei diesem Format über die Entwicklung der letzten 25 Jahre.
Die Veränderungen haben sich auch in Veränderungen der Vereinsstrukturen innerhalb der LGH niedergeschlagen. Ortsgruppen haben fusioniert, die LGH hat sich reorganisiert. Auch jetzt stehen wieder Veränderungen an, um das Fliegen auf dem schönen Hotzenwald auch in der Zukunft zu sichern. Immer neue Aufgaben und Vorschriften, Veränderungen im Freizeitverhalten, der demografische Wandel – all das sind Herausforderungen, die ein Verein handhaben muss, um zu überleben und zukunftsfähig zu sein.
Aus der Mitte der Mitglieder in der vorletzten Mitgliederversammlung wurde angeregt, sich mit dieser Zukunft als Verein auseinanderzusetzen. Wir alle spüren instinktiv und aufgrund von klaren Daten und Fakten, dass wir hier auf dem Hotzenwald Handlungsbedarf haben. Diese Aufgaben wurde angegangen und es wurden wichtige Schritte unternommen: Gemeinsame Nutzung von Flugzeugen über die Grenzen der Ortsgruppen hinaus, Maßnahmen zur Stärkung des Wir-Gefühls als LGH wie gemeinsames Briefing, gruppenübergreifende Kommunikation und andere Aktionen bereiten den Weg für weitere und tiefgreifende Schritte.
Segelfliegen ist ein Sport, der hohen persönlichen Einsatz fordert. Nicht nur von einem selbst, sondern von einem ganzen Team, um diese wunderbare Art des Fliegens ausüben zu können. Und heutzutage ist bei immer weniger aktiven Mitgliedern der limitierende Faktor tatsächlich die Manpower, um einen Flugplatz wie den Hotzenwald zu betreiben und den Fortbestand der Fliegerei hier zu sichern.
Aus diesem Grund sehe ich die Zukunft wie fast alle Mitglieder darin, Strukturen zu vereinfachen und den Verein moderner aufzustellen, um die permanente Doppelarbeit durch die Aufteilung in selbstständige Ortsgruppen und LGH aufzulösen und den gesamten operativen und administrativen Betrieb zu straffen - zu einer LGH.
Wenn wir das hinbekommen, dann fallen eine Reihe von Posten und Aufgaben weg. Diese freigewordenen Ressourcen können wir nutzen, um den Verein fit für die Zukunft zu machen. Eine angepasste Organisation ist das eine. Wir können dann aber auch noch mehr Energie in die Mitgliedergewinnung und die Bindung von Mitgliedern an die LGH stecken.
Ein Vorteil, den wir als Luftsportgemeinschaft haben, ist, dass Flugplatz und Immobilien uns gehören – ein Vorteil, den wir gegenüber vielen anderen Flugplätzen und Luftsportvereinen haben. Der Flugzeugpark kann konsolidiert und an die Anforderungen und Wünsche der Mitglieder angepasst werden, damit wir in der Zukunft attraktiv für die heutigen Mitglieder und auch für künftige Flugschüler und Piloten sind.
Wir können den Verein weiterentwickeln, damit er attraktiv ist und Strahlkraft über die Region hinaus hat. So kann das Fliegen auf dem Hotzenwald zukunftssicher gemacht werden, damit auf diesem wunderbaren Flugplatz auch in 25 Jahren noch geflogen wird.
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